„Die Pest oder wer lachen kann, der überlebt!“

„Die Pest-oder wer lachen kann, der überlebt!“(Ein grausig, komischer Abend, in 4 Aufzügen, frei nach Hans Sachs)

Wir verfolgen spielerisch, grotesk und durchaus unterhaltsam, den Weg „der Pest“ und anderer Seuchen, von der Urzeit  übers Mittelalter, bis hin in die Gegenwart. Herr Tod persönlich gibt sich die Ehre und begleitet Sie durch diesen Abend. Andere schräge Gestalten betreten  den Saal und sorgen für reichlich Spaß. Seien Sie auf der Hut, denn Gevatter Tod  kommt zwar mit leeren Händen, doch geht er nie ohne die ein oder andere Seele mit zu nehmen.

Prolog: „Herr Tod kommt zu Besuch“

1.Szene: „Wie die Pest in die Welt kam!“(Das Urweib und andere Seuchen/20min)

Der Da: Ich habe eine Maus verschluckt. Die rackelt und ruckelt in meinem Bauch und piept gar furchtbar. Die Da: Das ist ganz einfach, da musst du eine Ratte schlucken, die frisst die Maus und du hast Ruhe in Deinem Bauch.

Zwischenspiel: „Frau Tod und die Ritter“

2.Szene: „Artus Tafelrunde und das englische Fieber.“(Rittersleid/20min)

Artus: Ja, das tu ich, doch jetzt muss ich zum Schlachten. Mein Sohn, Modred, will meine Kron und auch das Reich, er wartet mit einem großen Heer, dort hinten an der Themse gleich. Ginevra: Warum schickst Du denn, aus Camelot, nicht deine Ritter? Artus: Sie sind verschwunden oder Tot, ja, das ist bitter. Tristan, Galahäd und auch Gawain, starben bei der Schlacht am Rhein. Kay, Geraint, Lamorak und die vier andern, starben an der Pest bei Flandern. Lancelot, der arme Wicht, hat hinter meinem Rücken dich gefi…, genommen. Doch ist der Ehebrecher mir entkommen. Und Parzival sucht immer noch den heilgen Gral, ja, meine Lage ist fatal. Bin ich jetzt auch fort, so manche Nacht, Ginevra, das rat ich dir, gib gut auf deine Tugend acht. Ginevra: Verlass dich, Artus, König, auf meine Treue, der Gürtel bürgt, das keiner sich an mir erfreue.(Zeigt den Keuschheitsgürtel)

Zwischenspiel: „Der Tod, dein Freund“

    1. Szene: „Der fahrende Schüler im Paradeis“(Weibes Dummheit/20 min) Müllrin: Ach, wie manchen Seufzen ich senk, wenn ich vergangner Zeit gedenk, da noch lebet mein erster Mann, den ich je länger lieb gewann, der gleich er mich auch wiederum, wann er war einfältig und und frumm. Er tat mich lieben, tat mich pflügen, im Bette, im Stall, auch in der Scheun, haben wir´s gar oft betrieben. Die schwarze Pest hat ihn dahin gerafft, ich hoff, er hats hinauf ins Paradeis geschafft.

Zwischenspiel: „Der traurige Tod“

4. Szene: „Die Pest ist tot, es lebe die Pest!“(Volksversammlung/20min)

Herr Guten Muts: Ich habe hier noch ein  wahrhaft  wichtiges Ministeramt zu vergeben. Wir suchen noch den Verteidigungsminister! Frau Zweifel: Gute Frau, was ist Euer Beruf? Hausfrau, so so! So bewacht ihr also Haus und Hof, ist der Gatte nicht zu gegen. Auch das Nudelholz vermögt ihr kräftig wohl zu schwingen, sollte euer Ehemann zu später Stunde aus der Kneipe sich nach Hause trollen. Ihr seid wie geschaffen für dies Amt.

Epilog: „Herr Tod macht sich vom Acker“